Case Study

Wie 9 niederländische Filialen die In-Store-Sammlung in einen Akquise-Kanal verwandelt haben

Vom Pilot zum laufenden Einsatz.

9
Filialen im laufenden Einsatz
1.500+
Scans im Geschäft
1.000+
Kund:innen (verifizierte E-Mails)
12 Monate
Laufende Zusage
Ein:e Kund:in übergibt getragene Laufschuhe am Rücknahmetresen einer Runnersworld-Filiale in den Niederlanden.

Runnersworld hat Utilitarian von August bis Dezember 2025 in 5 Filialen pilotiert. Im Januar 2026 hat Runnersworld eine 12-monatige Zusage für den laufenden Einsatz unterzeichnet. Das Programm wurde seither auf 9 Filialen ausgeweitet. Die Programmtotale liegen mittlerweile bei über 1.000 Kund:innen und 1.500 Scans.

Recycling-Partner FastFeetGrinded hat die gesammelten Produkte übernommen. Utilitarian hat die Plattform und die CRM-Anbindung bereitgestellt.

Drei Organisationen, ein Pilot

Runnersworld & INTERSPORT
Teil von EK Netherlands. Neun Filialen, beginnend mit Hoorn und Eindhoven — darunter der Start von The Loop, dem zirkulären Konzeptstore.
FastFeetGrinded
Recycling-Partner seit 2016. 100.000+ Paare gemeinsam mit Runnersworld verarbeitet. Übernimmt Sammlung, Sortierung und Materialverwertung.
Utilitarian
Endkund:innenseitige Rücknahme-App, Datenerfassung auf Produktebene, CRM-Integration, und Recycler-Tracking. Poster + QR-Code, kein IT-Projekt.

Die Rücknahme lief bereits. Kundenbindung und Steuerung fehlten.

Runnersworld sammelt seit 2016 mit FastFeetGrinded Schuhe — geschätzt 100.000+ Paare. Kund:innen brachten getragene Schuhe ins Geschäft, die Mitarbeiter:innen packten sie ein, FastFeetGrinded holte sie ab. Ein Gewichtsbericht folgte. Damit endete die Interaktion.

Keine Kund:innen-Identität
Rücknahmen waren anonym. Keine Möglichkeit nachzufassen, sich zu bedanken oder Verhalten zu messen.
Keine Produktdaten
Keine Marke, kein Modell, keine Kategorie erfasst. Nur ein Gesamtgewicht.
Kein kommerzieller Rückfluss
Das Programm kostete den Einzelhändler, ohne Marketing-Signal oder CRM-Wert zu erzeugen.
Keine Sichtbarkeit auf Zentralebene
Kein Reporting jenseits der Gewichtszahl. Keine Möglichkeit, Auswirkung pro Filiale zu messen.

Die Rotterdam-Marathon-Aktivierung.

Im April 2026 hat sich Utilitarian mit FastFeetGrinded beim NN Marathon Rotterdam aufgestellt. ASICS EMEA war Venue-Host der Aktivierung am Expo-Stand im Marathon-Dorf. Läufer:innen brachten getragene Laufschuhe, markenunabhängig und in jedem Zustand, zur Annahme, fotografierten den Schuh, registrierten Modell und Zustand und hinterließen eine E-Mail für die Nachverfolgung.

Die Aktivierung hat eine Fähigkeit nachgewiesen, die die stationären Einsätze in Filialen nicht zeigen können. Eine Plattform, die auf dem Mobilgerät der Kund:innen läuft, mit Produkterkennung im Back-End, braucht keine Festinstallation. Derselbe Flow, der an einem permanenten Retail-Tresen funktioniert, funktioniert in einem Zelt im Zielbereich.

Rücknahme im Event-Kontext ist ein anderer kommerzieller Gesprächsstoff: Der Lead kommt im Moment der höchsten Produktaffinität, der Venue-Kontext ist eindeutig, und das Aktivierungsfenster ist begrenzt. Markenpartner mit Interesse an Event-Einsätzen können Kontakt aufnehmen.

„Wir wussten schon, dass wir Schuhe sammeln. Was wir nicht wussten: Wir sammeln auch E-Mail-Adressen zu unschlagbaren Akquisitionskosten."

Was das Programm ersetzt hat.

Vor Utilitarian existierte das Rücknahmeprogramm, erzeugte aber kein kommerzielles Signal. Sammelsäcke, Rückversand an den Recycler, jährliche Gewichtsmeldung. Keine Kundendaten. Keine Filialrückmeldung.

Heute erzeugt jede Rücknahme eine verifizierte E-Mail-Adresse, einen Produkt-Datensatz und einen Kundennachweis im Geschäft. Gleicher Tresen, gleiche Box, gleicher Aushang, multipliziert um einen Akquise-Kanal.

Ein Programm, vier Teams im Einsatz

Marketing
E-Mail-Abonnent:innen zu 1 €–3 € pro Adresse, mit Marken- und Kategoriedaten verknüpft. Ein neuer Kanal mit eingebautem Kaufabsichts-Signal. Wiederbesuchsverhalten durch Belohnungen nachgewiesen.
Nachhaltigkeit
Rücknahmedaten auf Produktebene, strukturiert für CSRD- und EPR-Reporting. Prüfbare Rückverfolgung von Kund:innen-Kontakt bis Materialverwertung.
Operations
Keine zusätzliche Last für Filialteams. Keine Schulung, keine Hardware, keine IT-Integration. Poster + QR-Code, Kund:innen erledigen den Rest.
Recycling (FastFeetGrinded)
Sichtbarkeit auf Produktebene über das Gesammelte — nicht nur Gewicht. Erweitertes Leistungsangebot für Einzelhandelskunden, wenn das Programm skaliert.

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